voraussichtlich vom Fr. 10.09. bis So 19.09. Gastspielreise Bonn/Niederkassel und in die Normandie
Premiere Grusical „Wicked Game“
Schaurig ging´s zu am 31.10, denn es ist Halloween. Auf den Straßen waren Gespenster unterwegs und im Kulturzentrum Rathenow trieben Teufel und Höllenbewohner ihr dubioses Spiel mit den Menschen. Liebe, Herzlosigkeit und die Suche nach Glück waren die Zutaten, aus denen eine schauerliche Suppe gebraut wurde. Sie brodelte schon eine Weile, denn was dort lebendig ward, ist das neue Grusical der Musik- und Kunstschule Havelland. 60 Mitwirkende griffen tief in die Trickkisten von Musik, Schauspiel, Tanz und wie kann es anders sein Licht- und Pyrotechnik.
"Wicked Game" erzählt die Geschichte um Elén, ein junges Mädchen, das plötzlich nach ihrer Hochzeit mit Alexander zum bösartigen kalten Geschöpf wird. Alexander geht auf die Suche nach dem Grund dieser furchtbaren Wandlung seiner jungen Frau und entdeckt ein teuflisches Spiel.
Eigens für „Wicked Game“ komponierte Niels Fölster zu den Texten von Gabriele Knobloch wunderschöne Songs, die diese Story illustrieren. Daneben vereint das Musical bekannte Rock- und Poptitel (Iron Maiden, Billy Idol, Subway to Sally, Kate Nash, Krypteria u.a. auch Thriller von Michael Jackson, gesungen von Gideon Jassmann und dem Tanzensemble oder Filmmusik aus „Herr der Ringe“ und „Corps Bride“.
Die Hauptakteure sind ein Team aus erfahrenen Darstellern wie René Markau, Annelie Knobloch oder Fabian Dodt mit den Bühnenneulingen Berit Rabe und Hardy Engbers. „Wicked Game“ vereint hervorragende Solisten und Ensembles, die bei diesem Projekt von erstklassigen Fachleuten ausgebildet und vorbereitet wurden. Als Leiter der Musical-Band fungiert der Komponist selbst, die Gesangssolisten betreuen Andra Barz und Veronika Fölster. Für Schauspiel und Regie konnten zwei bekannte und erfahrene Musical-Darsteller gewonnen werden. Thomas Klotz (Tanz) und Dominika Szymanska (Regie) standen bereits in vielen Musical-Inszenierungen in Hamburg und derzeit Berlin auf der Bühne und waren in der Stuttgarter Inszenierung „Tanz der Vampire“ in den Hauptrollen Alfred und Sarah besetzt. Auch in Berlin spielte Thomas den Alfred am „Theater des Westens“ und ist aktuell im „Schuh des Manitu“ zu erleben. Dorthin hatte er seine Rathenower Tanzschüler kürzlich auch in eine Vorstellung eingeladen. Thomas und Dominika lassen in dieses Musical ihre Bühnenerfahrung einfließen und inszenieren mit „Wicked Game“ eine faszinierende Story um böse Mächte und liebenswerte Helden.
Für die Gesamtleitung zeichnet wieder Gabriele Knobloch verantwortlich. Auch Ausstattung, Kostüm (Uta Baranowskyy, Herbert Knobloch, Andrea Dodt) und Bühnenbild (Roman Peisger) befinden sich in erfahrenen Händen.
THRILLER bei der Festveranstaltung zum 50. Jubiläum der Musik- und Kunstschule HVL am 25.09.09 >>> Video
Märkische Allgemeine vom 02.11.
GRUSICAL: Höllisches Vergnügen zu HalloweenMusik- und Kunstschule begeisterte mit „Wicked Game“ im KulturzentrumRATHENOW - Der Teufel war los, und das nicht im sprichwörtlichen Sinn, sondern in einer grandiosen Musicalpremiere der Musik- und Kunstschule Havelland, die am Samstag im Theatersaal des Kulturzentrums über die Bühne ging. „Wicked Game“ – böses Spiel – ist der Titel des „Grusicals“, das in der Halloween-Nacht die Zuschauer im vollbesetzten Theatersaal zu fast ekstatischen Beifallsstürmen hinriss.
Die Geschichte in ist wahrhaft „teuflisch“. Die junge Elaine (Berit Rabe) wird noch während ihrer Hochzeitsfeier mit ihrem Bräutigam Alexander (Hardy Engbers) zu einem kaltherzigen, bösartigen Mädchen. Natürlich – der Titel des Grusicals lässt es erahnen – hat der Teufel seine Hand im Spiel. Einst schloss Elaines Vater Magnus (René Markau) mit dem „Gehörnten“ einen Pakt. Durch diesen Pakt fiel dem Teufel das Herz von Elaines Mutter Elenor wie auch das Herz Elaines zu. Alexander ist verzweifelt: Wie nur kann er seine geliebte Braut retten? Schon beginnt der immerwährende Kampf zwischen Gut und Böse – in diesem Fall Alexander gegen den Teufel.
Unter der Gesamtleitung von Gabriele Knobloch und der musikalischen Leitung von Niels Fölster gab es etwas zu sehen, das man sonst nur auf ganz großen Bühnen sieht – ein perfekt inszeniertes Musical mit live gespielter Musik, ausgefeilter Choreographie und ausdrucksstarkem Gesang. Schon allein die Kostüme waren ein Hingucker. Barocke Trachten, wallende Kleider, die erotischen Fummel der „Teufelinnen“ – die Kostümausstatter Uta Baranovskyy, Andrea Dodt und Herbert Knobloch hatten ganze Arbeit geleistet. Die überwiegend in Deutsch ge-sungenen Stücke reichten von traurig-melancholisch bis zu richtig rockig. Schade nur, dass gerade bei den rockigen Stücken die Musik so laut war, dass der Text nur sehr schwer oder überhaupt nicht zu verstehen war.
Er war der jüngste „Wicked Game“-Darsteller und wurde vom Publikum zum Star des Abends gekürt: des Teufels Schüler Gideon Jassmann und sein „Thriller“. Flammen schossen vom Bühnenrand auf, als der kleine Musicalstar mit absoluter Coolness den Michael-Jackson-Hit intonierte und dabei von tanzenden Dämonen begleitet wurde. Stimmlich hervorstechend war auch Annelie Knobloch, die in „Wicked Game“ Elaines Mutter Elenor gab. Gerade mit ihrem Stück „Die Stille“ gab es auch mal ruhigere Momente in dem sonst sehr turbulenten Musical. Eine geschickt arrangierte Beleuchtung, die pyrotechnischen Effekte und passende Requisiten und Kulissen machten die Sache rund und die Premiere zu einem großen Erfolg.
Es kommt im Kulturzentrum nicht oft vor, dass es stehende Ovationen gibt. Für die Darsteller in „Wicked Game“ gab es sie – minutenlang. Der Beifall wollte nicht verebben und niemand der Zuschauer dachte am Ende des knapp zweistündigen Grusicals daran, den Theatersaal zu verlassen. „Zugabe!“-Rufe wurden laut und die „Teufel“ auf der Bühne ließen sich nicht lange bitten. Gideon Jassmann musste mit „Thriller“ noch mal raus und wurde gefeiert wie ein großer Star.
Die Musik- und Kunstschule Havelland, eine Idee, ein Grusical, eine gefeierte Premiere – es war beeindruckend. (Von Dirk Guderjan)